Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Rainer Böß, stellv. Kreis-und Fraktionsvorsitzender Kreis Birkenfeld

5000 bei Menschenkette gegen den Krieg vor US-Airbase Ramstein

Kreis Birkenfeld - An der Kampagne "Stopp Ramstein: Kein Drohnenkrieg! - Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen", zu der im Kreis Birkenfeld als Teil der Friedensbewegung DIE LINKE und die DKP aufgerufen hatten, beteiligten sich auch Personen aus dem Kreisgebiet.

An der Kampagne "Stopp Ramstein: Kein Drohnenkrieg! - Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen", zu der im Kreis Birkenfeld als Teil der Friedensbewegung DIE LINKE und die DKP aufgerufen hatten, beteiligten sich auch Personen aus dem Kreisgebiet.


Am Samstag, 11.Juni, nahmen 5000 Menschen an drei Kundgebungen teil und bildeten eine 10 Kilometer lange Menschenkette von der Gemeinde Kindsbach im Kreis Kaiserslautern bis zur US Airbase Ramstein.


Paul Bornschein, langjähriger Friedensaktivist aus Idar-Oberstein, der in der Menschenkette bei strömendem Regen schnell nasse Schuhe bekam, ist sich sicher: "Das ist der Anfang einer neuen, großen Friedensbewegung!"


Die Idar-Obersteinerin Karin Gottlieb (DKP, Freidenkerverband), die Mitfahrgelegenheiten im Kreis Birkenfeld organisierte, nahm, bevor sie sich in die Menschenkette einreihte, an der von 1500 Demonstranten besuchten Auftaktveranstaltung in Kaiserslautern mit Oskar Lafontaine (DIE LINKE) als Hauptredner teil, der den früheren SPD-Kanzler Willy Brandt zitierte: "Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen." Er forderte die Bundesregierung auf, die von Ramstein ausgehende US-Kriegsführung zu beenden.


Karin Gottlieb: "Ramstein spielt eine zentrale Rolle im Drohnenkrieg. Aus den USA kommende Signale werden wegen der Erdkrümmung über eine Relaisstation in Ramstein in Krisengebiete wie Afghanistan, Pakistan Jemen oder Somalia weitergeleitet um dort durch Kampfdrohnen Menschen zu töten. Abgesehen davon, dass dies allein schon völkerrechtswidrig ist, gibt es vor allem tausende zivile Opfer (darunter viele Frauen und Kinder) was zur weiteren Radikalisierung führen wird!"


Die Demonstranten forderten ein Ende der Drohnenkriege, die Air Base Ramstein müsse geschlossen und die militärischen Arbeitsplätze in einem umfassenden Konversionsprogramm in zivile Stellen umgewandelt werden. Die Beteiligung Deutschlands an Interventionskriegen müsse beendet und alle Aufrüstungsprogramme gestoppt werden.

Die Demonstrierenden bekundeten auch ihre Solidarität mit den Flüchtlingen, die wegen der Kriege der USA und der NATO, nach Deutschland kommen müssten. "Der tägliche Tod im Mittelmeer" sei unerträglich und eine politische und moralische Anklage an die Politik der westlichen Staaten.

Rainer Böß (DIE LINKE): "Erfreulich war die breite Medienresonanz. Die großen Nachrichtenagenturen berichteten umfassend, viele überregionale Tageszeitungen, Hörfunk und Fernsehen (u.a. SWR-Landesschau) und selbst die Medien in den USA informierten über die Drohnen-Problematik. Der Druck auf die Bundes- und Landesregierung dem Treiben der US-Militärs ein Ende zu setzen wird größer."


(RaB)