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Vorschläge der LINKEN zur Qualitätssteigerung im ÖPNV

Kreistags-Fraktion DIE LINKE macht Vorschläge für mehr Zuverlässigkeit, eine teilweise Taktverdichtung und andere qualitätssteigernde Maßnahmen im ÖPNV

Vorschläge zur Qualitätssteigerung im ÖPNV

Sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrte Damen und Herren,

die Situation des ÖPNV im Kreis Birkenfeld ist mehr als unbefriedigend. Ohne Schülerbeförderung sind die Linien nicht wirtschaftlich. Ohne höhere Zuschüsse wollen die Betreiber nicht betriebswirtschaftlich zu bedienende Strecken zukünftig nicht mehr anbieten. Dies würde aber gerade in einem Flächenkreis wie dem Kreis Birkenfeld arme Menschen sowie in einer immer älter werdenden Gesellschaft vermehrt Personen, die aus Altersgründen, oder weil sie als Rentnerinnen oder Rentner finanziell keinen PKW mehr fahren können, von der Teilhabe am öffentlichen Leben ausschließen.

Nach Meinung der Kreistags-Fraktion DIE LINKE muss das bestehende öffentliche Verkehrsangebot ausgebaut und verbessert werden, damit man es auch wirklich nutzen kann. Auch im Hinblick auf einen künftigen Nationalpark ist dies sinnvoll.

Die aktuell anstehenden umfangreichen Neuvergaben im ÖPNV sind eine gute Gelegenheit für die Kreisverwaltung einen Prozess zur Qualitätssteigerung des gesamten ÖPNV im Kreis Birkenfeld in die Wege zu leiten. Die Kreistags-Fraktion DIE LINKE macht hierzu Vorschläge für mehr Zuverlässigkeit, eine teilweise Taktverdichtung und andere qualitätssteigernde Maßnahmen im ÖPNV, die ohne großen Aufwand und teils auch ohne zusätzliche Geldmittel kurzfristig umsetzbar sind.

Dies steht nicht im Widerspruch zu der Notwendigkeit von gänzlich anderen Bedienkonzepten wie sie im Kreis Birkenfeld zum Teil auch schon angedacht und erprobt werden (das Anrufsammeltaxi ist für uns allerdings kein vollwertiger Ersatz, da der dafür zu zahlende Komfortzuschlag mehr als das Doppelte des normalen Fahrpreises beträgt).

Mittelfristig strebt DIE LINKE an, dass der ÖPNV im Kreis Birkenfeld komplett kostenlos wird, wie dies schon regional sehr erfolgreich an anderen Orten praktiziert wird (z. B. Templin, Aubagne bei Marseille, Seattle in den USA, von 1997 bis 2013 Hasselt in Belgien, seit 2013 in Tallin, der Hauptstadt Estlands).

Die Vorschläge der LINKEN:

Ausschreibungen:
- Bevölkerungsbeteiligung bei Ausschreibung von Fahrplänen (Analog Mitmachprozess und Fahrgastbeirat)
- Mindeststandards bei Fahrzeugen (Es gibt Hinweise darauf, dass die ORN Subunternehmen wie die Südwest Mobil GmbH mit  veralteten Bussen einsetzt und den Fahrern weit unterdurchschnittliche Löhne zahlt)
- wenn möglich Taktfahrpläne (Zu festen gleichen Minutenzeiten, also ..Uhr 15 Minuten, ..Uhr 35 Minuten, etc)

Änderungen in der Infrastruktur:
- Attraktivität des Busses durch Busspuren und Ampelvorrangschaltungen steigern (Anregung an Bauausschüsse und LBM) - Beteiligung von Fahrgästen (Fahrgastbeirat), Verkehrsverbund und Verkehrsunternehmen bei Bauprojekten (auch hinsichtlich Haltestellenstandort)
- Mindestausstattung von Haltestellen (Hinweise auf Tarife, Anschlussmöglichkeiten, Echtzeittafel, Beleuchtung)
- Echtzeittafeln (an Verknüpfungspunkten Schiene - Bus und Bus – Bus)

Zuverlässigkeit:
- Fahrzeiten und Fahrpläne müssen eingehalten werden ( Hier ist der Landkreis gefordert, mit den Betreibern eine Sanktionsliste auszuhandeln, damit es bei Nichteinhaltung von ausgeschriebenen Standards und eigenmächtigen Linienführungsänderungen, Nichteinhaltung von Fahrplänen, nicht angefahrenen Haltestellen etc. zu Strafzahlungen an den Landkreis kommt)

Änderungen im Fahrplanangebot:
1. Linie 320: Häufigere Halte in Sonnenberg-Winnenberg (Wochentags geht die erste Fahrt nach Sonnenberg-Winneberg erst um 11:35 Uhr. Samstags wird der Ort nur zweimal und sonntags gar nicht bedient)

2. Linie 320: Beibehaltung des Angebots, auch wenn die Schienenstrecke nach Baumholder reaktiviert wird, da sich für viele Orte, wie beispielsweise Frauenberg und Reichenbach kein Mehrnutzen durch Reaktivierung ergibt.

3. Linie 322: Mehr Fahrten über Dienstweiler (Vorher Stichfahrt nach Neubrücke/Nahe. Statt von Neubrücke nach Birkenfeld sollten einige Fahrten mehr von Neubrücke über Hoppstädten-Weiersbach und Dienstweiler nach Birkenfeld angeboten werden)

4. Linie 322: Zusätzliche Fahrten am Samstag (Wer im Moment von Baumholder nach Birkenfeld will muss über Idar-Oberstein fahren und hat dort ca 45 Minuten Aufenthalt)

5. Linie 330: Mehr Fahrten über Idar statt über die B41, da hier zusätzlich Algenrodt und Idar angebunden werden. Der Mehrnutzen ist hier hoch, die Kilometerzahl erhöht sich nicht.

6. Linie 330: Wochenendangebot sollte auf RE nach Frankfurt ausgerichtet werden (Dazu müsste der Bus statt im Moment um 8:40 schon um 7:40 ankommen)

7. Linie 330: Auch am Wochenende einzelne Fahrten über Schmißberg, Burbach, Elchweiler und einzelne Fahrten über Dienstweiler nach Neubrücke (Im Moment werden diese Orte am Wochenende gar nicht bedient weil der Bus ohne Haltestelle direkt über die B 41 nach Birkenfeld fährt)

8. Linie 332: Zusätzliche Morgenfahrten

9. Linie 342: Taktfahrplan, guter Anschluss auf 362 von und nach Kirn

10. Linie 343: 4-Stunden-Takt am Samstag ( 8, 12, 16 Uhr); mittelfristig als eine Linie von Idar-Oberstein über Morbach bis Bernkastel-Kues und weiter bis Wittlich (Anschluss an Moselbahn); bessere Anschlüsse an die Bahn in Idar-Oberstein (Die Anschlüsse früher waren wesentlich besser)

11. Linie 346: Integration in Linie 351 (Damit Herrstein und Rhaunen besser angebunden werden)

12. Linie 351: mit 346 zusammen als eine 351 von Idar-Oberstein über Veitsrodt Markt, Herrstein, Mörschied, Stipshausen, Rhaunen bis Flughafen Hahn; mehr Fahrten bis Flughafen Hahn; In Rhaunen Anschluss an 352 nach Kirn; bessere Anschlüsse in Idar-Oberstein zu den Zügen und Bussen; Erweiterung des Angebots am Samstag; Reaktivierung des Angebots am Sonntag (3 Fahrten?) (Diese Fahrten sind ersatzlos gestrichen worden und folglich neun weitere Orte im Landkreis Birkenfeld am Sonntag vom ÖPNV abgeschnitten worden – darunter: Rhaunen mit knapp 2500 Einwohnern. )

13. Linie 362: Taktfahrplan, Erweiterung des Samstagsangebotes, da hier Nachfrage besteht; zusätzliche Fahrten ins Gewerbegebiet Georg-Weierbach (wie mehrfach als Bedarf im Nahverkehrsplan genannt, aber nie umgesetzt); Fahrten nicht mehr bis Kirn, sondern bis Fischbach bzw. Bärenbach; mehr Fahrten über Friedhof Almerich

14. Linie 302: Am Wochenende ganztägig als Kombilinie über Göttschied und Obere Lay, aber in verkürzter Taktdichte (30 Min-Takt) (Im Moment werden die Wohngebiete auf der Oberen Lay, z. B. Stieglitzweg nur selten bedient)

15. Linie 303: Koordination mit Linie 330, die wieder häufiger über Idar und Algenrodt fahren soll; Einbindung der Edelsteinminen?

16. Linie 305: unbedingt Mo-Sa im 30-Minuten Takt (die Linien 305 und 306 binden eine Vielzahl von Menschen in Idar-Oberstein an – während die Busse früher täglich alle 30 Minuten fuhren, wurde das Angebot am Wochenende auf einen 60 Minuten Takt reduziert)

17. Linie 306: unbedingt Mo-Sa im 30-Minuten Takt (Begründung wie unter Punkt 15 zur Linie 305)


Tanja Krauth
Fraktionssprecherin DIE LINKE
Kreis Birkenfeld



Die ausführliche Antwort der Kreisverwaltung Birkenfeld durch Herrn Landrat Dr. Schneider finden Sie als PDF-Dokument

HIER...



Auf Basis des Schreibens der Kreisverwaltung macht die Kreistags-Fraktion am 18.03.2014 ergänzende Vorschläge


Vorschläge zur Qualitätssteigerung im ÖPNV  

Ihr Schreiben vom 14.01.2014

Sehr geehrter Herr Landrat,

vielen Dank, dass Sie so ausführlich auf unsere Vorschläge eingegangen sind.

Zu einigen Punkten Ihrer Ausführungen nachstehend noch ein paar Anmerkungen unsererseits:

Zuverlässigkeit
Zur Zuverlässigkeit im ÖPNV, wäre es interessant zu wissen, welche Instanz diese "Sanktionen" durchsetzt?
Erfahren die zuständigen Stellen überhaupt von zu frühen Busabfahrten, ausgelassenen Haltestellen etc.?

Fahrplanangebot
Zu 1) Bedarfsorientierte Anfahrten von Sonnenberg sollten geprüft werden. Fahrten, die ab Idar-Oberstein abfahren, könnten Sonnenberg zum Ausstieg bedienen, wenn Fahrgäste im Bus sind. Insbesondere die letzten Busse (19:20 Uhr ab IO) sollten dort anhalten.  

Zu 4) Zu Veranstaltungen, wie dem Birkenfelder Prämienmarkt könnten derartige Fahrten dennoch angeboten werden.  

Zu 5) Die Linke begrüßt zusätzliche Fahrten über Idar. Diese sollten möglichst schon im August zum Fahrplanwechsel umgesetzt werden. Es sollten allerdings auch am Wochenende Fahrten über Idar führen. Durch die Taktausdünnung auf der Buslinie 301 zwischen Idar und Oberstein hat sich die Fahrtzeit zwischen Birkenfeld und Idar von seinerzeit 17 Minuten auf nunmehr 72 Minuten erhöht. In Fahrtrichtung Birkenfeld nach Idar-Oberstein könnte Algenrodt und Idar auch nur zum Ausstieg angeboten werden! Am Sonntag findet derzeit die erste Fahrt von Idar nach Oberstein auf der Linie 301 um 10:35 Uhr statt - würde beispielsweise die erste Fahrt von Birkenfeld nach Idar-Oberstein am Sonntag über Idar geführt, entstünde eine neue Fahrtmöglichkeit von Idar nach Oberstein um 8:35 Uhr mit Anschluss auf den RE um 8:52 Uhr nach Mainz - somit 2 Stunden früher als derzeit!  

Zu 6) Bei Taktverschiebung auf den Regionalexpress nach Frankfurt, wäre es denkbar Samstags eine Stunde früher zu fahren und im Gegenzug am nachfrageschwachen Sonntag eine Stunde später. Also: Erste Fahrt ab Birkenfeld nach IO am Samstag: 7:15 Uhr, am Sonntag: 9:15 Uhr.  

Zu 7) Auch hier könnten Kosten eingedämmt werden, indem die Busse nur bei Bedarf halten (zumindestens in eine Richtung). Beispiel: Busse ab Birkenfeld um 8:15 Uhr und 10:15 Uhr halten in Elchweiler, Schmißberg und Burbach. In der Gegenrichtung halten die Fahrten um 13:20 Uhr und 15:20 Uhr ab Idar-Oberstein bei Bedarf in diesen Orten nur zum Ausstieg. In der Anlage erhalten Sie einen alternativen Fahrplanentwurf zur Linie 330 Birkenfeld – Idar-Oberstein.

Zu 8) Zur unserer Meinung nach unzureichende Anbindung der Dörfer an die Städte führen wir exemplarisch das Beispiel Schwollen – Idar-Oberstein an. Von Schwollen werden Fahrten nach Idar-Oberstein um 8:32 Uhr und dann erst wieder um 13:41 Uhr angeboten. Diese Lücke ist aus unserer Sicht einfach zu lange. Eine Fahrt gegen 10:30 Uhr/11:00 Uhr wäre hier sinnvoll.  

Zu 11) Bei Einsatz von Ruftaxis zwischen Herrstein und Wickenrodt sollte diese Maßnahme umsetzbar sein. Dies sollte bei einer ausstehenden Abschreibung der Linie 351 beachtet werden.  

Zu 12) Vom Regionalexpress aus Saarbrücken um 4:48 Uhr (Ankunft in Idar-Oberstein) könnte eine derartige Frühfahrt abgenommen werden. Abfahrt ab Idar-Oberstein um 5:00 Uhr. Ankunft am Flughafen Hahn bei Zwischenhalten in Vollmersbach, Veitsrodt, Herborn, (Niederwörresbach, Herrstein), Mörschied, Weiden, Hottenbach, Stipshausen, Rhaunen und Gösenroth wäre gegen 6:15 Uhr. Dies ist 2 1/4 Stunden früher als derzeit.  


Mit freundlichen Grüßen

Tanja Krauth

Fraktionssprecherin DIE LINKE



BOMBODROM Baumholder - Aktiv werden - Fluglärm bekämpfen!

Kreis wird zum Lärm-Müllabladeplatz der Nation

Gerd Altmann/ photoshopgraphics.com /pixelio.de
Fluglärm bekämpfen - Aktiv werden!

Durch Militär und Militäranlagen im Kreis Birkenfeld wird eine zukunftsfähige Entwicklung bei der Wirtschaftsförderung und ganz besonders im Bereich Tourismus verhindert.

Wir hoffen auf Widerstand der Bevölkerung und die Gründung einer parteienunabhängigen Bürger-inititiative gegen das BOMBODROM auf dem Truppenübungsplatz Baumholder.

Als 2009 der Luft-Boden-Schießplatz "Bombodrom" in Nord-Brandenburg nach 17-jährigen, von allen Parteien, Landräten und Landtagsab-geordneten unterstützten massiven Bürgerprotesten endlich von der Bundeswehr aufgegeben werden musste, meinte der auch in der hiesigen SPD nicht ganz unbekannte damalige SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, dessen Wahlkreis in Brandenburg liegt: "Das hilft dem Tourismus und bringt neue Chancen für Beschäftigung im Westen Brandenburgs".

Die Kreistags-Fraktion DIE LINKE meint: Im Interesse der Menschen im Kreis Birkenfeld wäre es wünschenswert, wenn ihnen ein solch langer Leidens- und Irrweg erspart werden könnte.

 

Kontakt und Infos: Bürgerinitiative gegen Fluglärm e.V., Kaiserslautern: Telefon: 0631/45610 Telefax: 0631/370 68 68 E-Mail: bi-fluglaerm@t-online.de www.fluglaerm-kl.de

Antworten der Bundesregierung zur Nutzung des Truppenübungsplatzes Baumholder als BOMBODROM

Zukünftige Nutzung Truppenübungsplatz: HIER...

BOMBODROM Baumholder : HIER...

Nationalpark im Kreis Birkenfeld

Braucht der Kreis Birkenfeld einen Nationalpark?...

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