Pressemitteilungen des Kreisverbandes
DGB-Veranstaltung: Souveräner Kleudgen (DIE LINKE) – nervöser Körper (SPD)
Bei der DGB-Veranstaltung in Idar-Oberstein stellten 5 Direktkandidatinnen und – kandidaten ihr Programm für die Bundestagswahl vor und beantworteten Fragen des Moderators und aus dem Publikum.
Bei der DGB-Veranstaltung in Idar-Oberstein stellten 5 Direktkandidatinnen und – kandidaten ihr Programm für die Bundestagswahl vor und beantworteten Fragen des Moderators und aus dem Publikum.
Den mit Abstand souveränsten Eindruck machte dabei der Kandidat der LINKEN, Wolfgang Kleudgen aus Bad Kreuznach. Da das Programm der LINKEN von vielen Gewerkschaftern mitgestaltet wurde, hatte der Diplom-Volkswirt mit seinen Forderungen nach 10 Euro Mindestlohn, der Rücknahme des Renteneintrittalters von 67 wieder auf 65 Jahre und einer Mindestrente von 1050 €, der Erhöhung der Hartz-IV Regelsätze auf 500 Euro und das Aussetzen der Sanktionen bei ALG II ein Heimspiel und die Gewerkschafter auf seiner Seite. Bei Kleudgen spürte man förmlich die Begeisterung, man merkte, dass er von den Forderungen seiner Partei auch selbst überzeugt war und noch gerne viel mehr zu den einzelnen Punkten gesagt hätte.
Wolfgang Kleudgen aus Bad Kreuznach, Diplom-Volkswirt und Direktkandidat der LINKEN im Wahlkreis Bad Kreuznach / Birkenfeld für die Bundestagswahl 2013
Wesentlich schwerer hatte es der SPD-Kandidat und Bundestagsabgeordnete Fritz-Rudolf Körper, der unruhig auf seinem Stuhl hin- und her rutschte und oft bei seinen Antworten ins Unverbindliche abglitt. Auch wenn er sich jetzt für Lohnerhöhungen und einen Mindestlohn von 8,50 € aussprach tragen es ihm immer noch viele Gewerkschafter nach, dass er im Bundestag gegen die Einführung eines Mindeslohnes und für die Einführung von Hartz IV, das auch die Beschäftigte in den Betrieben erpressbar machte und die Gewerkschaften schwächte, gestimmt hatte. Bei Hartz IV findet er "Fördern und Fordern" gut, die Sanktionen sollen beibehalten werden. Zur Regelsatz-Erhöhung gab er eine ausweichende Antwort, genau wie bei der Rente mit 67 an der die SPD festhalte, es könne aber Ausnahmen geben.

Mitglieder des DGB-Kreisverbandes Birkenfeld befragen die Direktkandidaten und die Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2013
Authentisch rüber kam die Vertreterin der Piratenpartei. Sie sprach sich für eine Mindest- und Höchstrente, einen Mindestlohn von 9,02 €, die Besserstellung von Leiharbeitern aus und forderte die Erhöhung des ALG-II-Regelsatzes auf 420 € und Abschaffung der Sanktionen.
Abgekärt vertrat auch der Direktkandidat der FDP seine Positionen.
Erstaunlich blass blieb hingegen der Grüne. Seine Partei halte mit Ausnahmen an der Rente erst mit 67 fest. Er ist gegen 10 Euro Mindestlohn, das würde die Gewerkschaft schwächen (allgemeines Gelächter). Er ist für die Erhöhung des ALG-II-Regelsatzes auf 420 €.
Die CDU-Direktkandidatin lies sich entschuldigen.
Ein langjähriges SPD-Mitglied sagte zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden DER LINKEN nach der Veranstaltung: " Eurer Kandidat war klar der beste!" Dieser Meinung schlossen sich etliche weitere Gewerkschafter in Idar-Oberstein an.
(rab)

Der DGB-Kreisvorsitzende Alois Nolde nach der Veranstaltung im Gespräch mit Wolfgang Kleudgen
