Pressemitteilungen des Kreisverbandes
Rainer Böß - Leserbrief: Entweder Nationalpark oder noch viel mehr Windräder
Ohne Nationapark wird die rot-grüne Landesregierung den Wald im Kreis Birkenfeld mit Windrädern zupflastern - ein weiterer Grund für Kreistagsmitglied Rainer Böß sich für einen Nationalpark auf dem Gebiet des Kreises einzusetzten
Seit Beginn der Diskussion habe ich mich in mehreren Bürger-Arbeitskreisen eingebracht und auch etliche andere Veranstaltungen zum Nationalpark besucht. Als Kreistagsmitglied, das über den Nationalpark abstimmen soll, aber auch als Bürger, der im bzw. am Nationalpark leben soll, halte ich es für meine Pflicht, mich bei diesem Thema aktiv zu beteiligen und auch bestmöglich zu informieren.
Viele der von den Nationalpark-Gegnern immer noch ins Feld geführten Kritikpunkte, wie zum Beispiel die Brennholzversorgung, sind längst ausgeräumt.
Andererseits ist das nun von der Landesregierung vorgestellte Konzept für den Kreis Birkenfeld nicht optimal. Hier müssten sich alle Interessensgruppen einbringen um für den Kreis und seine Bürgerinnen und Bürger noch Verbesserungen zu erreichen.
An den Menschen im Kreis Birkenfeld wird es auch liegen, den von der Landesregierung vorgegebenen Rahmen mit Leben, sprich konkreten Projekten, zu füllen. Die Kreativität in den Arbeitskreisen, aber auch starke Partner wie der Umwelt-Campus Birkenfeld, lassen für mich keinen Zweifel aufkommen, dass dies auch gelingen wird.
Im Nationalpark sind keine Windkraftanlagen erlaubt.
Sollte der Nationalpark nicht kommen, bin ich davon überzeugt, dass die SPD-Grünen-Landesregierung bei der ersten sich bietenden Gelegenheit nicht „nur“ die Mörschieder Burr, sondern einen Großteil der landeseigenen Waldflächen im Kreis mit Windkrafträdern zupflastern wird. Der Ausbau regenerativer Energien ist wichtig und richtig, durch den von SPD und Grünen ohne Herz und Verstand zu verantwortenden unkoordinierten Ausbau und die Verspargelung der Landschaft wird aber unsere Heimat zerstört! Dies können wir auch durch einen Nationalpark nicht mehr ausgleichen.
Ein Nationalpark, der an den Grenzen von Windrädern quasi umzingelt ist und über dessen Bäumen Militärjets im Tiefflug für bleibende Eindrücke sorgen, ist aus wirtschaftlicher, sprich touristischer Sicht höchst fragwürdig.
Da ich einen Nationalpark aber nicht nur unter rein wirtschaftlichen Aspekten betrachte, bin ich der Meinung, dass wir, statt eine wohl einmalige Chance für den Kreis Birkenfeld zu verpassen, das Wagnis Nationalpark eingehen sollen. Sollte sich der NP als Irrtum erweisen kann der Wald jederzeit, wenn auch mit einem gewissen Aufwand, wieder kultiviert werden.
Rainer Böß, Schwollen
Kreistagsmitglied DIE LINKE
