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Pressemitteilungen des Kreisverbandes

Rainer Böß - Leserbrief: Wählertäuschung - SPD-Chef macht aus Tätern Opfer

Rainer Böß, stellv. Kreis- und Fraktionsvorsitzender Birkenfeld

SPD-Vorsitzender Gabriel bezeichnet die Wirtschaftsweisen als "Schwätzer" und prangert Mißstände auf dem Arbeitsmarkt an. Dabei ist die SPD nicht das Opfer sondern der Täter!

Am Samstag, 16.03.2013 wurde in der Rhein-Zeitung ein Interview mit SPD-Chef Sigmar Gabriel gedruckt.
Titel " Gabriel: Die Wirtschaftsweisen sind Schwätzer"

Auch hier kann man wieder das altbekannte Schema der SPD erkennen: Erst dezimiert die SPD das Einkommen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Arbeitslosen und Rentnerinnen und Rentnern und schwächt in nie dagewesener Weise die Gewerkschaften, macht kurzerhand den Sozialstaat kaputt - dann weist diese Partei jede Verantwortung dafür weit von sich und macht CDU und FDP dafür verantwortlich, bietet sich gar im aktuellen Bundestagswahlkampf als Retter an. 

Nun ja, es mag Menschen geben, die glauben, dass Schweine fliegen können und die Erde eine Scheibe wäre - dass die SPD den Sozialstaat retten will, das glaubt aber nun wirklich absolut niemand!

Viele der vom SPD-Vorsitzenden Gabriel im Interview angeprangerten Missstände auf dem Arbeitsmarkt sind erst in den letzten Jahren unter Regierungsbeteiligung der SPD eingeführt worden.
Da Herr Gabriel sicherlich nicht an Gedächtnisschwäche leidet, versucht sich die SPD wohl rechtzeitig zum Wahlkampf ziemlich plump das Mäntelchen der "sozialen Gerechtigkeit" überzuziehen.

Wer hat denn Hartz IV eingeführt und findet dieses von der SPD staatlich verordnete Verelendungsprogramm auch nach 10 Jahren noch toll und bedankt sich bei Altkanzler Schröder? Wer hat denn im Bundestag wiederholt gegen den Antrag der LINKEN gestimmt einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen? Wer hat Minijobs eingeführt und Leiharbeit salonfähig gemacht?
Die SPD!

Auch die von der SPD eingeführte Rente erst mit 67 will die ehemalige Arbeitnehmerpartei nicht zurücknehmen.
Deshalb sehe ich in Gabriels Polemik vor allem eins: Wählertäuschung.

Nicht nur den von Herrn Gabriel als "Schwätzer" titulierten Wirtschaftsweisen, sondern auch vielen SPD-Funktionären täte es ohne Zweifel gut, mal ein Praktikum bei Briefträgern, bei Fliesenlegern oder im Krankenhaus zu machen um das reale Leben kennenzulernen.
Auch der Besuch  eines Job-Centers, einer Hartz-IV-Selbsthilfegruppe oder einer der vielen Tafeln könnte den Vertretern dieser ehemaligen Arbeitnehmerpartei, die sich ja immer noch gerne realitätsfremd "nah bei den Menschen" wähnt, nicht schaden.


Rainer Böß, Schwollen

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